Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 400 Seiten
Ausgabe: gebunden
Preis: 18,90 €
ISBN: 978-3551583314
Originaltitel: Obsidian- A Lux Novel
Inhalt:
Als die siebzehnjährige Katy vom sonnigen Florida ins graue West Virginia ziehen muss, ist sie alles andere als begeistert. In ihrem winzigen neuen Wohnort kommt sie in den ersten Tagen nicht einmal ins Internet, was für die leidenschaftliche Buchbloggerin eine Katastrophe ist. Nur mit Mühe lässt sie sich dazu überreden, bei ihren Nachbarn zu klingeln, um "neue Freunde" zu finden. Und lernt so den atemberaubend gut aussehenden, aber bodenlos unfreundlichen Daemon Black kennen. Was Katy jedoch nicht weiß, ist, dass genau der Junge, dem sie von nun an am meisten aus dem Weg zu gehen versucht, ihr Schicksal bereits verändert hat…
Meine Meinung:
Mit diesem Buch hatte ich so einige Probleme. Es gibt kaum einen Blog, der nicht in höchsten Tönen von der Lux-Reihe schwärmt. Anfangs hatte ich schon einige Bedenken, weil die Geschichte eher klischeehaft statt orignell klingt. Auch die Warnung, dass Obsidian sehr starke Ähnlichkeiten mit Twilight aufweist, hat mich abgeschreckt. Aber natürlich wollte ich wissen, was hinter dem ganzen Hype steckt. Die Bewertungen auf allen Buchportalen sind schließlich überwältigend positiv.
Und so begann ich also meine Reise in das Lux-Universum. Man trifft auf die Buchbloggerin Katy, die sich mit allen Mitteln gegen ihre Gefühle für den geheimnisvollen Daemon wehrt. Daemon ist ein typischer Bad Boy nach dem Schema "harte Schale, weicher Kern". Zwischen den beiden knistert es eigentlich schon von Beginn an und man merkt sofort, dass eine gewisse Chemie vorhanden ist. Die zum Teil spritzigen Dialoge machen ihr Verhältnis sehr unterhaltsam und als Leser muss man öfters über Daemons zum Teil sehr kernige Sprüche schmunzeln.
Auf Dauer wurde mir das ständige Hin und Her zwischen den beiden aber zu viel. Die Dialoge scheinen sich ständig zu wiederholen und ihre Beziehung entwickelt sich nicht wirklich weiter. Ist Daemon mal offener, dann gibt sich Katy unnahbar und zickig; wenn sie einen Schritt auf ihn zugehen will, ist er auf einmal wieder distanziert und feindselig. Klar, es ist immer eine gewisse unterschwellige Spannung vorhanden, die die Geschichte am Leben hält. Mir persönlich war das Liebesdrama aber zu übertrieben.
Deshalb stehe ich auch den Figuren sehr zwiegespalten gegenüber. Dass Katy eine buchbegeisterte Bloggerin ist, machte sie mir anfangs gleich sympathisch. Allerdings war sie mir im Laufe der Handlung zu launisch und unreif, als dass ich sie wirklich ins Herz hätte schließen können. Daemon ist halt eine männliche Hauptfigur aus dem Bilderbuch: Sexy, mysteriös- und natürlich mit einer gespaltenen Persönlichkeit. Das ständige Umschalten von "heiß" auf "kalt" fand ich einfach zu extrem. Und natürlich kommt es dann auch noch zu einigen Eifersuchtsszenen, die nicht typischer für ein Highschooldrama sein könnten.
Um fair zu sein, muss man wohl auch sagen, dass ich nicht ganz unbefangen an das Buch rangegangen bin. Schon zu Beginn war ich mir unsicher, ob es nun tatsächlich etwas für mich ist. Das hat mich vielleicht davon abgehalten, eine engere Bindung zu den Figuren aufzubauen. Auch die Tatsache, dass ich ständig die Biss-Reihe im Hinterkopf hatte, machte es sehr schwierig für mich, mich ganz auf die Geschichte einzulassen. Mir kam es einfach so vor, als hätte ich genau diese Story schon einmal gelesen. Dementsprechend wenig konnte mich "Obsidian" mit Spannungsmomenten überraschen.
Fazit:
Mich hat "Obsidian" stellenweise eher an eine Fanfiction zu Twilight erinnert. Den Schreibstil und die Plotstruktur fand ich recht ordentlich, aber insgesamt fehlte mir einfach die Originalität hinter der Geschichte.
Bewertung:




