Rezensionen
Samstag, 14. März 2015
Rezension: "Die Auslese- Nur die Besten überleben"
Verlag: Penhaligon
Seitenzahl: 416 Seiten
Ausgabe: gebunden
Preis: 16,99 €
ISBN: 978-3764531171
Originaltitel: The Testing
Inhalt:
Cia ist überglücklich, als sie als Kandidatin für die "Auslese" bestimmt wird. Gemeinsam mit anderen Jugendlichen wird sie zu Prüfungen antreten, die darüber entscheiden, ob sie zur Universität zugelassen wird. Dieses Auswahlverfahren wurde nach langwierigen Kriegen und Naturkatastrophen ins Leben gerufen, um die Besten und Begabtesten der Nation zu bestimmen. Nur ihnen wird die Möglichkeit gegeben, hohe politische Ämter zu bekleiden. Aus Cias anfänglichem naiven Stolz wird jedoch schnell beklemmende Furcht, als ihr klar wird, auf was sie sich da eingelassen hat: Die Prüfungen sind mörderisch, die Kandidaten skrupellos und dann gibt es auch noch das erste Todesopfer. Plötzlich geht es nur noch um das nackte Überleben, denn am Ende werden nur die Besten die Auslese überstehen...
Meine Meinung:
Für mich gliedert sich dieses Buch in zwei Teile: Zunächst wird man langsam in die dystopische Welt eines von Kriegen zerstörten Amerikas eingeführt. Der Großteil des Landes ist öde und kahl, der Boden unfruchtbar, das Wasser verseucht. In der kleinsten Kolonie des Staates wohnt Cia mit ihrer Familie und fiebert dem Auswahlverfahren der Auslese entgegen. Die Handlung entwickelt sich eher gemächlich, man lernt erst die genaueren geschichtlichen Hintergründe zur Auslese kennen. Die Spannungskurve im ersten Teil bleibt also zunächst weitgehend flach.
Erst als die Auslese so richtig gestartet hat, konnte mich das Buch packen. Es kommt zu einigen unvorhergesehenen und tödlichen Überraschungen, die mein Thrillerherz schneller schlagen ließen. Die Prüfungs- und Konkurrenzsituation treibt die Kandidaten zum Äußersten und man muss sich unumgänglich fragen: Wie würde man selbst in einer solchen extremen Lage handeln? Kann blinder Egoismus und Überlebenswille einem wirklich zum Mörder machen? Diesen Aspekt fand ich wirklich sehr interessant, auch wenn die Grundidee natürlich aus "Die Tribute von Panem" bekannt ist.
Im letzten Drittel konnte ich das Buch dann kaum mehr aus der Hand legen. Der letzte Teil der Auslese ist der gefährlichste und unberechenbarste, denn aus Freunden und Verbündeten können schnell Feinde werden. Die Spannung wird so konstant aufrecht erhalten und gipfelt immer wieder in actionreichen Szenen.
Besonders hervorheben möchte ich dabei Cias Entwicklung vom naiven und unbedarftem Koloniemädchen zur entschlossenen Kämpferin. Ich konnte mich gut mit ihrer überlegten und klugen Art anfreunden. Bei den Prüfungen besticht sie durch ihre Intelligenz und den Mut, ihre Fähigkeiten auch einzusetzen. Die anderen Figuren blieben mir jedoch durchgehend zu blass. Man erfährt nur wenig über ihre jeweiligen Hintergründe und so fiel es mir auch schwierig, eine richtige Bindung zu ihnen aufzubauen. Da wäre zum Beispiel Tomas, ein Junge aus Cias Heimatkolonie. Schon vor der Auslese sind sich die beiden ein wenig nähergekommen und nun wird er zu Cias wichtigstem Verbündeten. Leider habe ich nie so richtig dieses Knistern gespürt, wenn die beiden zusammen waren. So kann ich ihm auch nur das Prädikat "ganz nett" erteilen.
Meinungen, dass "Die Auslese" zu sehr von bekannten Dystopien wie "Panem" oder "Divergent" abgekupfert ist, kann ich auf jeden Fall verstehen. Von der Auswahl der Kandidaten aus den Kolonien bis hin zum eiskalten Kampf auf Leben und Tod gibt es klare Parallelen zu den Hungerspielen. Allerdings muss man sagen, dass sich die meisten Dystopien inzwischen zwangsläufig wiederholen. In allen Büchern tauchen immer wieder Plotmotive auf, die man schon bestens aus anderen Dystopien kennt. Trotzdem, gerade wenn man "Panem" noch frisch im Kopf hat, ist die Ähnlichkeit schon ziemlich frappierend. Deshalb wünsche ich mir, dass die Autorin im nächsten Band noch mehr zu ihrem eigenen Stil findet und einige wirklich neue Storyelemente miteinflicht. Dann könnte es das Zeug zu einer wirklich guten Dystopie haben.
Fazit:
Trotz der oben erwähnten Schwächen ist "Die Auslese" eine gelungene Dystopie, die vor allem in der zweiten Hälfte mit viel Spannung und Action besticht.
Bewertung:
Donnerstag, 12. März 2015
Meine ersten Rezensionsexemplare!
Lange habe ich sie herbeigesehnt. Habe gehibbelt und gefiebert. Heute war es dann endlich soweit: Meine allerersten Rezensionsexemplare kamen in einem hübschen Päckchen (okay, eigentlich waren sie nur ganz normal langweilig verpackt^^) zu mir. Bisher habe ich nur Bücher bei lovelybooks gewonnen, aber das ist natürlich auch für Nichtblogger möglich. Ich fühle mich gerade wie ein stolzes Elternteil, das seinen lang erwarteten Nachwuchs in Empfang nimmt xD
Tochter der schwarzen Stadt
Torsten Fink
978-3442269808
Alena versteht es, sich durchs Leben zu mogeln. Doch als sie sich in der Stadt Terebin als uneheliche Tochter des Herzogs ausgibt, ist sie wohl zu weit gegangen. Ihr droht der Tod – es sei denn, sie willigt ein, bei einer groß angelegten Intrige die Hauptrolle zu spielen. Denn Alena ist der wahren Prinzessin wie aus dem Gesicht geschnitten und soll nun an ihrer statt einen der verhassten Skorpion-Prinzen heiraten. Doch das ist nicht die einzige Verschwörung, in die sie sich verstrickt. Und vielleicht – nur vielleicht – ist sie ja tatsächlich die Tochter des Herzogs …
Bekommen habe ich diese vielversprechenden Bücher vom Heyne und blanvalet Verlag. Vielen lieben Dank dafür! Ich weiß nicht, ob ihr alle schon Bescheid darüber wisst, aber über dieses Portal kann man sich über die Neuerscheinungen der Randhomhouse Verlagsgruppe informieren und Rezensionsanfragen stellen. Ich war selbst davon überrascht, wie einfach und bequem alles funktioniert. Man hat die Möglichkeit, je nach Lieblingsverlag und bevorzugtem Genre nach Herzenslust zu stöbern und auf tolle Neuentdeckungen zu stoßen.
Natürlich gibt es immer ein begrenztes Kontingent an Büchern und gerade bei begehrten Neuerscheinungen muss man mit Absagen rechnen. Trotzdem gibt es immer noch genügend andere interessante Bücher, von daher ist es sinnvoll, auch weniger gehypte Exemplare anzufragen.
Meiner Meinung nach lohnt sich eine Anmeldung also auf jeden Fall und ich bin froh, dass ich die Möglichkeit dazu genutzt habe. Jetzt muss nur noch "Die Auslese" fertig gelesen werden, dann kann ich mich ganz meinem neuen Lesefutter widmen :)
Aww, sind sie nicht wunderschön? Ich liebe diese Cover ♥
Beim Klick auf die Cover unten kommt ihr übrigens direkt auf die Verlagshomepage.
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Elizabeth May
978-3453316096
Ballsaison im Edinburgh des Jahres 1844: Jeden Abend verschwindet die
junge und bildschöne Aileana Kameron für ein paar Stunden vom
Tanzparkett. Die bessere Gesellschaft zerreißt sich natürlich das Maul
über sie, aber niemand ahnt, was die Tochter eines reichen Marquis
während ihrer Abwesenheit wirklich tut: Nacht für Nacht jagt sie
mithilfe des mysteriösen Kiaran die Kreaturen, die vor einem Jahr ihre
Mutter getötet haben – die Feen. Doch deren Welt ist dunkel und
tückisch, und schon bald gerät Aileana selbst in tödliche Gefahr ...
Tochter der schwarzen StadtTorsten Fink
978-3442269808
Alena versteht es, sich durchs Leben zu mogeln. Doch als sie sich in der Stadt Terebin als uneheliche Tochter des Herzogs ausgibt, ist sie wohl zu weit gegangen. Ihr droht der Tod – es sei denn, sie willigt ein, bei einer groß angelegten Intrige die Hauptrolle zu spielen. Denn Alena ist der wahren Prinzessin wie aus dem Gesicht geschnitten und soll nun an ihrer statt einen der verhassten Skorpion-Prinzen heiraten. Doch das ist nicht die einzige Verschwörung, in die sie sich verstrickt. Und vielleicht – nur vielleicht – ist sie ja tatsächlich die Tochter des Herzogs …
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Bekommen habe ich diese vielversprechenden Bücher vom Heyne und blanvalet Verlag. Vielen lieben Dank dafür! Ich weiß nicht, ob ihr alle schon Bescheid darüber wisst, aber über dieses Portal kann man sich über die Neuerscheinungen der Randhomhouse Verlagsgruppe informieren und Rezensionsanfragen stellen. Ich war selbst davon überrascht, wie einfach und bequem alles funktioniert. Man hat die Möglichkeit, je nach Lieblingsverlag und bevorzugtem Genre nach Herzenslust zu stöbern und auf tolle Neuentdeckungen zu stoßen.
Natürlich gibt es immer ein begrenztes Kontingent an Büchern und gerade bei begehrten Neuerscheinungen muss man mit Absagen rechnen. Trotzdem gibt es immer noch genügend andere interessante Bücher, von daher ist es sinnvoll, auch weniger gehypte Exemplare anzufragen.
Meiner Meinung nach lohnt sich eine Anmeldung also auf jeden Fall und ich bin froh, dass ich die Möglichkeit dazu genutzt habe. Jetzt muss nur noch "Die Auslese" fertig gelesen werden, dann kann ich mich ganz meinem neuen Lesefutter widmen :)
Dienstag, 10. März 2015
Gemeinsam Lesen #13
Eine Aktion von Weltenwanderer und Schlunzenbücher.
1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich lese aktuell zwei Bücher, die beide schon ewig auf meiner Wunschliste standen:
Die Seiten der Welt von Kai Meyer werde ich heute beenden, momentan bin ich auf Seite 532 von 556.
Die Auslese von Joelle Charbonneau habe ich gestern gestartet und bin auf Seite 101 von 415.
2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
Die Seiten der Welt: Es war ihr Seelenbuch, aber es war auch eine Verbindung zum jungen Severin.
Die Auslese: Meine Zimmergenossin hat gesagt, alle würden sich für uns interessieren, weil sie zuvor davon ausgegangen waren, dass die Five-Lakes-Kolonie schon lange eingegangen sei.
3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)
Die Seiten der Welt: Irgendwie weiß ich immer noch nicht so recht, wie ich zu dem Buch stehe. Aufgrund der Inhaltsangabe habe ich mir total viel erwartet, auch weil ich im Vorfeld schon lauter begeisterte Meinungen dazu gehört habe. Einerseits bin ich wirklich fasziniert von der Welt, die Kai Meyer da erschaffen hat. Man stelle sich nur vor, eine ganze Stadt voller Buchläden!! Die Idee dahinter ist also wirklich faszinierend, wie eine Mischung aus "Tintenherz" und "Die Stadt der Träumenden Bücher". Aber irgendwie habe ich keine wirkliche Bindung zu den Figuren. Das macht es für mich sehr schwierig, mich richtig in die Geschichte fallen zu lassen.
Die Auslese: Auch bei diesem Buch habe ich bis jetzt noch gemischte Gefühle. Klar, ich bin auch noch nicht sehr weit, aber der Anfang war ein wenig zäh. Aber ich habe gehört, dass es spätestens ab dem Mittelteil richtig gut werden soll. Die meisten Storyelemente kommen mir aber schrecklich vertraut vor, das Buch erscheint mir wie eine Mischung aus "Hunger Games", "Divergent" und "Maze Runner". Okay, klar, irgendwann wiederholen sich die Dystopien einfach zwangsläufig. Trotzdem hoffe ich, dass die Autorin auf den nächsten Seiten noch ein paar wirklich neue Ideen einfügt.
4. Welcher Charakter aus deinem aktuellen Buch ist dir am sympathischsten? Was würdest du gerne mit ihm/ihr unternehmen, wenn du ihn/sie treffen könntest?
Die Seiten der Welt: Wie gesagt: Bei dem Buch habe ich wirklich Schwierigkeiten, mich auf die Figuren einzulassen. Normalerweise sind meine Sympathien recht klar verteilt, aber hier muss ich wirklich erst mal gründlich überlegen. Ich denke, ich entscheide mich für den kleinen Bruder der Protagonistin: Pip. Schon den Namen finde ich klasse (aus Charles Dickens). Ansonsten ist er wirklich sehr süß, aber auch bewundernswert stark für sein Alter. Schade, dass er nur eine Nebenrolle hat, ich hätte ihn gern öfters erlebt! Hm, ich würde ihn wahrscheinlich mit auf einen Ausflug nehmen und in einen Freizeitpark fahren. Da könnte er sich so richtig austoben :D
Die Auslese: Hier entscheide ich mich ganz klar für die Protagonistin Cia. Sie ist sehr intelligent, bedacht und eine Kämpfernatur. Alle anderen Figuren sind noch ein wenig blass geblieben, weshalb ich sie noch gar nicht einschätzen kann. Wir würden uns wahrscheinlich nur gemütlich nach draußen setzen, ein wenig plaudern und dabei die Sonne genießen :)
Samstag, 7. März 2015
Rezension: "Dreizehn Wünsche für einen Sommer"
Verlag: cbj
Seitenzahl: 512 Seiten
Ausgabe: broschiert
Preis: 14,99 €
ISBN: 978-3570159811
Originaltitel: Since you've been gone
Inhalt:
Emily und ihre beste Freundin Sloane sind unzertrennlich- bis Sloane eines Tages auf einmal ohne Abschied verschwindet. Emily ist verzweifelt: Wie soll sie den Sommer nur ohne ihre beste Freundin verbringen? Doch dann taucht ein Brief mit einer merkwürdigen To-Do-Liste auf, die Sloane für sie verfasst hat. Darauf befinden sich so kuriose Aufgaben wie nachts Äpfel pflücken oder einen Fremden küssen. Emily ist hin- und hergerissen: Soll sie die Liste durcharbeiten und hoffen, dass Sloane dadurch zurückkommt? Noch weiß sie allerdings nicht, worauf sie sich da einlässt, denn es steht ihr ein ganz und gar unvergesslicher Sommer bevor...
Meine Meinung:
Seit "Amy on the Summer Road" bin ich ein großer Fan der Autorin Morgan Matson. Und auch ihr neues Buch hat es geschafft, mich wieder in seinen Bann zu ziehen. Man taucht ein in die sommerliche Atmosphäre Amerikas und lässt sich schnell von der Leichtigkeit der ganzen Geschichte davontragen.
Wer sich viel Action oder Beziehungsdramen wünscht, ist mit "Dreizehn Wünsche für einen Sommer" wohl nicht so gut beraten. Denn die Story selbst ist eher eine ruhige, die sich mit der Entwicklung der Protagonistin Emily von einer grauen Maus zur selbstbewussten Persönlichkeit beschäftigt. Als beste Freundin der schillernden Sloane stand Emily schon immer in ihrem Schatten. So hat sie auch unfreiwillig die Rolle des unscheinbaren Anhängsels übernommen.
Sloanes Verschwinden bietet ihr endlich die Chance, sich selbst zu überwinden und offener gegenüber anderen zu sein. So schließt sie auch unerwartete Freundschaften mit Personen, auf die sie normal nie zugegangen wäre. Darunter auch Frank Porter, Schülersprecher und Anwärter einer Elite-Universität. Auf den ersten Blick verbindet Emily und Frank nichts. Doch als Frank ihr Hilfe beim Bearbeiten der Liste anbietet, entwickelt sich eine zaghafte Freundschaft zwischen ihnen. Die Autoren lässt den Figuren Zeit, sich aneinander zu gewöhnen und besser kennenzulernen. Gerade das hat mir auch an ihrer Beziehung so sehr gefallen. Keiner stürzt sich in unüberlegte und kindische Handlungen, alles bleibt sehr authentisch und lebensnah.
Stellenweise hätte ich mir vielleicht noch ein wenig mehr Spannung oder ein schnelleres Erzähltempo gewünscht. Die Sprache selbst ist sehr angenehm und flüssig zu lesen, so dass nie größere Lesepausen zustande kommen. Ganz toll finde ich die Playlists, die die Autorin zwischendurch wieder eingefügt hat. Dazu hat man auch gleich den passenden Soundtrack zur Lektüre.
Gerade zu Beginn konnte ich mich jedoch nicht so sehr auf Emily einlassen, weil sie in fast allen Belangen von ihrer besten Freundin abhängig ist. Ohne sie fühlt sie sich orientierungslos und verfällt erst einmal in eine Schockstarre. Umso schöner war es dann mitzuerleben, wie sie langsam ihr Schneckenhaus überwindet und sich in das echte Leben stürzt. Nach dem Lesen der letzten Seite blieb so ein warmes Gefühl in mir zurück und ich fand es sehr schade, die Figuren schon wieder verlassen zu müssen.
Fazit:
Perfekte Sommerlektüre über Freundschaft, Liebe und den Mut, sich seinen Ängsten zu stellen!
Bewertung:
Donnerstag, 5. März 2015
Das Schreiben und ich
Hallo ihr Lieben,
heute hat mich die Nostalgie gepackt und ich habe meine ganzen alten Dokumente mit meinen Schreibprojekten durchgeklickt. Dabei drängte sich mir unverzüglich die Frage auf: Wieso habe ich eigentlich mit dem Schreiben und dem Entwickeln von eigenen Geschichten aufgehört?
Vor ein paar Jahren gehörte es zu einem fast täglichen Ritual für mich, abends noch ein paar Seiten zu schreiben und an neuen Storyideen zu tüfteln. Auch wenn mich leider ab und zu Schreibblockaden heimgesucht haben, war es doch immer eine sehr schöne Nebenbeschäftigung. Auch sonst habe ich mich zu jeder Tageszeit in Träumereien zu meinen Figuren und deren Abenteuern verloren. Stets brauchte ich einen Notizblock zur Hand und habe mehrere Blöcke und Hefte mit den verschiedensten Ideen gefüllt. Diese liegen immer noch in meinem Schrank und ich wurde von einer richtigen Sehnsucht gepackt, wieder in diese, in meine, Welten zurückzukehren. Denn diese Figuren sind für mich immer noch lebendig, sie sind immer noch präsent in meinem Kopf und geben ab und zu einen Kommentar zu diesem und jenem ab. Ich würde sie nicht mehr missen wollen, und genau deshalb ist es wirklich schade, dass ich das Schreiben so vernachlässigt habe.
Und warum eigentlich? Tja, das frage ich mich auch gerade. Irgendwie haben mich wohl die eisigen Klauen des Alltags gepackt und nicht mehr losgelassen. Mir ist aufgefallen, dass ich vor allem seit Beginn des Studiums kaum noch an meinen Stories weitergearbeitet habe. Stattdessen habe ich mich auf das Schreiben von Seminararbeiten und Artikeln für die Unizeitung konzentriert. Das ist natürlich nicht per se schlecht- sondern wahrscheinlich sogar sehr vorbildlich^^- aber ich habe festgestellt, das mir einfach etwas fehlt. Glücklicherweise hatte ich an der Uni auch die Möglichkeit, zwei Kurse im Kreativen Schreiben zu belegen. Eigentlich finde ich es immer eher problematisch, Geschichten zu benoten, weil ja jeder einen anderen Geschmack und Schreibstil hat. Wir kennen das schließlich alle: Was dem einen gefällt, ruft bei dem anderen nur Kopfschütteln hervor. Trotzdem war es eine sehr wertvolle Erfahrung, die mich auch wieder dazu motiviert hat, mehr zu schreiben.
Es wird wohl gar nicht so einfach sein, mich wieder mit allen Welten vertraut zu machen und mir emotionalen Zugang zu den Figuren zu verschaffen. Doch ich freue mich schon sehr darauf, meine Lieblingscharaktere erneut in wilde Abenteuer zu schicken, mit ihnen Höhen und Tiefen zu erleben. Das Schreiben ist bei weitem kein einfacher Prozess, sondern erfordert ein großes Maß an Fingerspitzengefühl. Am wichtigsten ist aber nach wie vor nur eines: Fantasie. Und der Mut, sie einzusetzen.
heute hat mich die Nostalgie gepackt und ich habe meine ganzen alten Dokumente mit meinen Schreibprojekten durchgeklickt. Dabei drängte sich mir unverzüglich die Frage auf: Wieso habe ich eigentlich mit dem Schreiben und dem Entwickeln von eigenen Geschichten aufgehört?
Vor ein paar Jahren gehörte es zu einem fast täglichen Ritual für mich, abends noch ein paar Seiten zu schreiben und an neuen Storyideen zu tüfteln. Auch wenn mich leider ab und zu Schreibblockaden heimgesucht haben, war es doch immer eine sehr schöne Nebenbeschäftigung. Auch sonst habe ich mich zu jeder Tageszeit in Träumereien zu meinen Figuren und deren Abenteuern verloren. Stets brauchte ich einen Notizblock zur Hand und habe mehrere Blöcke und Hefte mit den verschiedensten Ideen gefüllt. Diese liegen immer noch in meinem Schrank und ich wurde von einer richtigen Sehnsucht gepackt, wieder in diese, in meine, Welten zurückzukehren. Denn diese Figuren sind für mich immer noch lebendig, sie sind immer noch präsent in meinem Kopf und geben ab und zu einen Kommentar zu diesem und jenem ab. Ich würde sie nicht mehr missen wollen, und genau deshalb ist es wirklich schade, dass ich das Schreiben so vernachlässigt habe.
Und warum eigentlich? Tja, das frage ich mich auch gerade. Irgendwie haben mich wohl die eisigen Klauen des Alltags gepackt und nicht mehr losgelassen. Mir ist aufgefallen, dass ich vor allem seit Beginn des Studiums kaum noch an meinen Stories weitergearbeitet habe. Stattdessen habe ich mich auf das Schreiben von Seminararbeiten und Artikeln für die Unizeitung konzentriert. Das ist natürlich nicht per se schlecht- sondern wahrscheinlich sogar sehr vorbildlich^^- aber ich habe festgestellt, das mir einfach etwas fehlt. Glücklicherweise hatte ich an der Uni auch die Möglichkeit, zwei Kurse im Kreativen Schreiben zu belegen. Eigentlich finde ich es immer eher problematisch, Geschichten zu benoten, weil ja jeder einen anderen Geschmack und Schreibstil hat. Wir kennen das schließlich alle: Was dem einen gefällt, ruft bei dem anderen nur Kopfschütteln hervor. Trotzdem war es eine sehr wertvolle Erfahrung, die mich auch wieder dazu motiviert hat, mehr zu schreiben.
Es wird wohl gar nicht so einfach sein, mich wieder mit allen Welten vertraut zu machen und mir emotionalen Zugang zu den Figuren zu verschaffen. Doch ich freue mich schon sehr darauf, meine Lieblingscharaktere erneut in wilde Abenteuer zu schicken, mit ihnen Höhen und Tiefen zu erleben. Das Schreiben ist bei weitem kein einfacher Prozess, sondern erfordert ein großes Maß an Fingerspitzengefühl. Am wichtigsten ist aber nach wie vor nur eines: Fantasie. Und der Mut, sie einzusetzen.
Schreibt ihr auch gerne in eurer Freizeit?
Wie motivert ihr euch zum "Durchhalten" auf Durststrecken?
Dienstag, 3. März 2015
Gemeinsam Lesen #12
Eine Aktion von Weltenwanderer und Schlunzenbücher.
1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese den zweiten Teil der Luna-Chroniken, Wie Blut so rot, von Marissa Meyer und bin auf Seite 388 von 432.
2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
"Mein lieber Imperator Kaito, was für eine freudige Überraschung."
3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)
Ich denke, fast jeder kennt und liebt diese Reihe ♥ Ich habe mich sehr gefreut, Cinder und Kai in diesem Band wiederzutreffen und war auch erleichtert, dass sie nicht nur zu Nebenrollen geworden sind. Scarlet als Hauptprotagonistin gefällt mir sehr gut mit ihrer leicht aufbrausenden und leidenschaftlichen Art. Gemeinsam mit Wolf ergänzt sie sich sehr gut, obwohl ich anfangs Schwierigkeiten hatte, ihn zu durchschauen. Trotzdem- mein Herz hängt nach wie vor an Kai :)
Oh, und "Kapitän" Thorne, ich liebe ihn! Es ist einfach herrlich, wie viel Witz er mitreinbringt und zur Auflockerung der Stimmung beiträgt. Wann immer er auftaucht oder das Wort ergreift, muss ich grinsen :D Ich bin echt schon mega gespannt, wie er sich im dritten Teil mausert.
4. Legt ihr die Reihenfolge der Bücher die ihr als nächstes lest schon frühzeitig fest oder entscheidet ihr immer spontan was ihr als nächstes lest, wenn ihr grade ein Buch beendet habt?
Im Gegensatz zu den meisten Bloggern mache ich mir keine festen Leselisten. Tatsächlich ist meine Auswahl immer sehr spontan, je nachdem, worauf ich gerade Lust habe. Wenn sich mein aktuelles Buch dem Ende zuneigt, fange ich meist zu überlegen an, was ich als nächstes lesen will. Ich gebe mich da auch ganz meinen Launen hin- manche Bücher liegen so halt auch eine gefühlte Ewigkeit auf dem SuB. Aber da dieser sowieso nicht so riesig ist, soll mir das erlaubt sein xD
Sonntag, 1. März 2015
Rezension: "Silber- Das erste Buch der Träume"
Verlag: Fischer FJB
Seitenzahl: 416 Seiten
Ausgabe: gebunden
Preis: 18,99 €
ISBN: 978-3841421050
Inhalt:
Begeistert ist Liv Silber nicht gerade, als sie mit ihrer Familie nach London ziehen muss, weil ihre Mutter dort einen Mann kennengelernt hat. Doch schon bald stolpert sie in das größte Abenteuer ihres Lebens: Plötzlich hat sie unheimliche Träume über geheimnisvolle Türen und düstere Rituale auf einem Friedhof. Noch unheimlicher ist allerdings, dass die vier Jungs aus dem Traum tatsächlich in ihre Schule gehen und sich genau wie sie an die nächtlichen Ereignisse erinnern. Zumal einer von ihnen ausgerechnet ihr neuer Halbbruder Grayson ist. Schon bald stoßt Liv an die Grenzen ihrer Logik- doch einem guten Rätsel konnte sie noch nie widerstehen...
Meine Meinung:
Mit ihrer Zeitreise-Trilogie hat Kerstin Gier die Latte natürlich ziemlich hoch gehängt für alle folgenden Jugendbücher. Doch "Silber" hält alles und viel mehr, was der Klappentext verspricht. Schon von der ersten Seite an fesselt das Buch mit seinem unverwechselbaren Schreibstil, der eben typisch Kerstin Gier ist. Die Sätze strotzen vor Witz und Charme, weshalb die Seiten beim Lesen nur so dahinfliegen.
Liv Silber ist eine unheimlich sympathische Protagonistin, die Gwendolyn in nichts nachsteht. Durch den Job ihrer Mutter, einer Literaturwissenschaftlerin, ist sie ein Nomadenleben gewöhnt und hat schon viel von der Welt gesehen. Sie ist eine sehr lockere und mutige Person, die sich nur zu gerne in neue Abenteuer stürzt. Trotzdem steht sie mit beiden Beinen fest am Boden und würde alles tun, um ihre Familie zu beschützen.
Auch die weiteren Figuren können mit ihrem einzigartigen Charakter überzeugen. Da wäre zum einen Livs lebhafte und detektivbegeisterte kleine Schwester Mia, die man einfach liebgewinnen muss. Angenehm war auch, dass sich die zwei Schwestern wirklich gut verstehen und sich nicht ständig wegen oberflächlicher Zickereien in die Haare kriegen. Dann gibt es noch das deutsche Kindermädchen Lottie Wastlhuber, die schon von klein auf zur Familie gehört. Oh, was habe ich das erste Mal gelacht, als ich ihren Namen gelesen habe! Vielen Dank, liebe Kerstin Gier, für diesen wunderbaren Buchcharakter! Mit ihrer mütterlich-umsorgenden und naiven Art bringt Lottie immer frischen Wind und Witz in die Handlung.
Als dann zum ersten Mal die Rede von den vier übernatürlich gutaussehenden blonden Jungs war, war ich erst einmal abgeschreckt. Schließlich kennt man das schon zur Genüge aus dutzenden mehr oder eher weniger guten Romantasy-Romanen. Aufgrund der zunächst sehr klischeehaften Beschreibung dieser vier Personen hatte ich zudem die Befürchtung, es könnte wieder die übliche Dreiecksbeziehung (oder gar eine Vierecksbeziehung) geben. Zum Glück kam es dann ganz anders.
Obwohl sie als "High-Society" der Schule angesehen werden, haben die Jungs mehr zu bieten, als es zunächst den Anschein hat. Jeder von ihnen hat einen ganz eigenen unverwechselbaren Charakter, der von liebenswürdig bis grüblerisch hin zu nervig reicht. Liv selbst begegnet der Gruppe mit ihrer üblichen Mischung aus Neugier und Sarkasmus, so dass es immer zu unterhaltsamen Schlagabtauschen kommt.
Was die Handlung betrifft, so kann ich nur sagen, dass den Leser reichlich Spannung und eine ordentliche Portion Mystery erwartet. Fantasyfans werden ganz auf ihre Kosten kommen, denn es geht sowohl um erschreckend reale Träume als auch Dämonenbeschwörungen und dunkle Rituale. Die Idee dahinter mag vielleicht nicht unbedingt neu sein, doch die wunderbaren Charaktere und der unterhaltsame Schreibstil machen die Geschichte ganz und gar einzigartig.
Fazit:
Alle Fans der Edelstein-Trilogie werden dieses neue Fantasyabenteuer von Bestsellerautorin Kerstin Gier lieben!
Bewertung:
Abonnieren
Posts (Atom)










